AKUPUNKTUR

Geburtsvorbereitende Akupunktur

Die so genannte geburtsvorbereitende Akupunktur ist eine mittlerweile gut erforschte Möglichkeit, den Körper und auch die Seele bereits in der Schwangerschaft gut auf die Geburt „vorzubereiten“, also günstig zu beeinflussen. Wie in einer großen Studie mit knapp 1000 Frauen an der Uni Mannheim 1997 nachgewiesen wurde, öffnet sich der Muttermund unter der Geburt dadurch schneller und leichter. Statistisch verkürzt sich die Länge der Eröffnungsphase um 2,2 Stunden und die akupunktierten Frauen benötigen weniger medikamentöse Schmerzlinderung. Auch die Muttermundsreifung zum errechneten Termin wird unterstützt. Einen Einfluss auf den Entbindungstermin hat dieses Akupunkturschema nicht, die Babys kommen also dadurch nicht „früher“ auf die Welt (später auch nicht).

Es gibt keine nennenswerten Nebenwirkungen, häufig werden jedoch verstärkte Kindsbewegungen während der Sitzung und in den Stunden darauf beschrieben.

Man beginnt mit diesem Akupunkturschema in der 36. SSW und wird etwa einmal wöchentlich genadelt. So erhalten die meisten Frauen fünf Akupunktursitzungen.

Die entsprechenden Akupunkturpunkte liegen auf den Unterschenkeln. Bis zur 38. SSW werden an jedem Bein drei Nadeln gesetzt, danach kommt noch je ein Punkt am kleinen Zeh hinzu, also insgesamt acht Akupunkturnadeln. Je nach individuellem Befinden oder Vorhandensein bestimmter Schwangerschaftsbeschwerden ergänze ich diese Punkte gegebenenfalls um weitere, individuelle.

Die Behandlung ist schmerzfrei, lediglich der Einstich wird als „winziger Pieks“ erlebt. Danach breitet sich oft ein gewisses Gefühl von „elektrisch“ oder „leichter Druck“ oder auch „energetisches Strömen“ um die Akupunkturnadel herum aus, welches in der chinesischen Medizin mit „De Qi“ beschrieben wird. Manche Frauen merken aber auch „gar nichts“.

Die Nadeln liegen dann etwa 20 – 30 Minuten und werden anschließend entfernt.

Die geburtsvorbereitende Akupunktur ist keine Kassenleistung und wird privat in Rechnung gestellt.

Zum Nachlesen gibt es die oben beschriebene Mannheimer Studie hier und hier.

Terminvereinbarungen nehme ich gerne und auch kurzfristig entgegen. Meine feste Akupunktursprechstunde findet jeden Dienstag, 13.00 Uhr, in der Mamunette, Winsstraße 32, statt, auch in meiner Urlaubszeit.

Akupunktur bei Schwangerschaftsbeschwerden

Weitere typische und bewährte Indikationen für eine Akupunkturbehandlung in der Schwangerschaft sind Übelkeit und schwangerschaftsbedingte Rückenschmerzen (z. B. Ischialgien).

Auch bei Gestosen mit hohem Blutdruck und Wassereinlagerungen sind sie begleitend zu ärztlicher Behandlung hilfreich, ebenso bei vielen vegetativen Beschwerden wie Schlaflosigkeit und auch Sorgen und Ängsten.

Die Wahl der sinnvollen Behandlungsmethoden erfolgt natürlich immer individuell und in Zusammenarbeit mit Ihrem Frauenarzt und weiteren Therapeuten (manuelle Therapie, Osteopathie, Psychotherapie).